Was bedeutet S1 bei Sicherheitsschuhen?

S1 ergänzt die Grundanforderungen unter anderem um einen geschlossenen Fersenbereich, antistatische Eigenschaften und Energieaufnahme im Fersenbereich. Widerstand gegen Durchstich ist damit allein nicht ausgewiesen.

S1, S1P, S2 und S3 im Vergleich

Die Tabelle fasst ausgewählte Merkmale der Kennzeichnung nach EN ISO 20345:2022 zusammen. Sie ersetzt keine vollständige Produktprüfung. Normausgabe und Zusatzsymbole gehören zur Auswahl dazu.

Ausgewählte Unterschiede der Sicherheitsklassen
KlasseEinordnung
S1Geschlossener Fersenbereich, antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich.
S1P / S1PL / S1PSS1 mit Widerstand gegen Durchstich; Material und Prüfverfahren unterscheiden sich.
S2S1 plus Anforderungen an Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme des Obermaterials.
S3 / S3L / S3SS2 plus Widerstand gegen Durchstich und profilierte Laufsohle.

Was unterscheidet P, PL und PS?

P bezeichnet eine metallische Einlage mit 4,5-mm-Prüfnagel. PL und PS betreffen nichtmetallische Einlagen: PL wird mit 4,5 mm, PS mit 3,0 mm geprüft. Daraus entstehen unter anderem S1P, S1PL, S1PS sowie S3, S3L und S3S.

Ist S3 automatisch wasserdicht?

Nein. Die Prüfung des Obermaterials ist von der Wasserbeständigkeit des gesamten Schuhs zu unterscheiden. Für die Auswahl bei Nässe sind die vollständige Kennzeichnung und die Angaben des Herstellers entscheidend.

Welche Sicherheitsklasse brauche ich?

Die Auswahl beginnt mit der tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilung. Der Berufsname allein reicht dafür nicht. Kläre die geforderte Klasse und zusätzliche Eigenschaften im Betrieb, bevor du konkrete Modelle vergleichst.

Notiere die Vorgaben und prüfe sie am Etikett sowie im Datenblatt. Erst danach vergleichst du Größe, Weite, Gewicht und Verschluss. So bleibt die Produktauswahl übersichtlich.